Die Baumeister der St. Nikolai Kirche in Wismar (erstellt 1381-1487) hatten da schon irgendwas auf dem Plan. In luftiger Höhe (20 m) sind regelmässig so eine Art Torbögen in den Seitenschiffen des gotischen Baus eingelassen. Von dort hat man nicht nur einen ungewöhnlichen Ausblick (anlässlich einer Führung hatte ich den auch schon ´mal), sondern die Öffnungen der Bögen leiten, wie gerade erlebt, bei Gesängen (oder Vorträgen, damals vielleicht?) auch den Schall wie Trichter auf das Hauptschiff der Kirche.

20 Sänger und Sängerinnen aus verschiedenen Wismarer Chören haben hier den ca. 1.000 (!) Besuchern einen ungewöhnlichen Kunstgenuss geboten. Sie sangen (natürlich mit alpinen Gurten gut gesichert) aus den Torbögen heraus Gesänge aus 8 Jahrhunderten.

über den hellen Bögen kann man die Notenständer erahnen

Man braucht schon ein geschultes Auge, um zu erkennen, dass hier keine Steinfiguren „belebt“ wurden.

.. und die Akteure einigen Mut um dort oben überhaupt einmal zu stehen.

Ein Trompetensolo beendete das Gewölbesingen

Kirche echt schwindelfrei – geht doch☺️

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