
Herzog Johann Albrecht I von Mecklenburg Schwerin ließ 1559 eine fünfeckige Flachlandfestung nach italienischem Vorbild von Francesco Bornau als Zollstation zur Sicherung seiner mecklenburgischen Grenze in Elbuferlage errichten. Dank einer, eigens dafür errichteten, Ziegelei und italienischen Maurern (Arbeitskräftemangel im eigenen Land) war das Werk schon nach 6 Jahren fertig.









Als neugieriger „Katastrophentouri“ in alten Militäranlagen u. Bunkern herumzustöbern ist eigentlich nicht so richtig meins. Hier ist jedoch in und neben den Jahrhunderte alten Mauern ein Museum ohne gewollte Kriegsverherrlichung eingerichtet. (Möge es auch so bleiben..).








Mit steter Weiterentwicklung der Feuerwaffen wurde natürlich auch regelmäßig die Wehrfähigkeit der Verteidigungsanlage neu angepasst.





Bei der Besichtigung ist man froh, dass sich der Blutgeruch vergangener Schlachten verflüchtigt hat. Da mussten ja z.B. 1635 (im Dreißigjährigen Krieg) in einem Kampf zwischen den Schweden und Sachsen über 1.000 „kriegstüchtig gemachte“ Leute ihr Leben lassen – und im 2. WK wurden hier und in der Stadt Dömitz auch nicht nur Gebäude zerstört..





Im 18. Jh. errichteten Stock- und Tollhaus (Irrenhaus) und späteren Gefängnis, hatte der Mundartdichter, der hier den letzten Teil seiner „Festungstied“ (relativ kommod) verbrachte, genügen Zeit und Muße für seine Schriftstellerei. Der Bestsellerautor hatte ja bis dato auch eine bewegte Vergangenheit und schon reichlich Lebenserfahrungen für seine Werke gesammelt (vergnüglich, über den Herrn nachzulesen..)
5 Antworten zu “„Elbschlößchen“”
Im Zusammenhang mit Fritz Reuther bekommt diese Festungsanlage ein etwas versönlicheres Gesicht. Aber für seine Lebenserfahrungen habe ich mich eigentlich noch nicht interessiert.
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Ich habe es einfach mal wieder bei mir angezeigt, weil dies alles sicher von historischem „Wert“ ist.
Werte sind aber eigentlich etwas anderes.
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Ein wenig studieren, saufen, raufen, protestieren – nach dem Prozess wurde er dann wach..☺️
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Die Studenten nutzten ihre Sonderstellung oft sehr „freizügig“ und rühmten sich später ihrer „Lebenserfahrungen“. Und so behielten sie dann ihren Dr.-Titel usw. Nun ja.
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Aber die Burgenbauer, Schloß- und Festungshauer, auch Kirchenfürsten trieben es in anderer Weise schlimmer, und dafür waren dann die Studenten wieder diejenigen, die für das unwissende Volk kämpften, was diese nie vermocht hätten.
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