Von der einst 1.064 m langen Eisenbahnbrücke über die Elbe bei Dömitz steht heute nur noch die Hälfte. Immer noch Zeitzeuge des Brückenbaus im 19. Jhd. – aber auch Symbol der deutschen Teilung.

1870 – 1873 baute man die Brücke als Teil der Bahnstrecke Wittenberge – Lüneburg um hier die Elbe zu überqueren. Man hatte seine Gründe (ob politisch oder wirtschaftlich) dieses Bauwerk direkt neben der Festung Dömitz zu errichten.

Den Bau übernahm die Firma Harkort (Duisburg). Die Konstruktion mit Stahlfachwerkträgern ist historisch bedeutend. Zur Bauauflage machte man übrigens „dass 2 Strompfeiler mit Demolierungminen zu versehen sind“ – Sprengkammern waren/sind im Brückenbau schon lange üblich.

Zur Verteidigung / Fortifikation in einem möglichen Kriegsfall gab es an jedem Brückenende wehrhaft ausgebaute Brückenhäuser,

Am Nachmittag des 20. April 1945 bombardierten 5 US Jagdbomber die Brücke. Da diese schon von den Deutschen zur Sprengung vorbereitet war, explodierten diese Sprengsätze ebenfalls und es gab damit noch weitaus größere Schäden, als sich die Air Force erhoffte.

Weil das Bauwerk die deutsch/deutsche Grenze querte unterließ man einen Wiederaufbau und wegen Einsturzgefahr sprengte man die auf DDR Gebiet noch erhaltenen Reste.

Vom Westen führt heute ein Skywalk direkt in diese Geschichte(n)..

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