Der „Perle der norddeutschen Backsteingotik“ (eine im 13. Jh. erbaute Kirche eines ehemaligen Zisterzienserklosters) wurde am 23. April 2026 feierlich eine neue Werbeaussage verliehen. Wenn´s dem Tourismus Business dient, warum nicht? – Ich dachte eigentlich eher an Architekturkunst..😊

Als erster Kichenbau in Deutschland erhält das Münster Bad Doberan den Titel Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst“

Wie dem auch sei, glücklicherweise blieb die Innenausstattung des Münsters weitgehend von Kriegswirren und Bilderstürmer verschont.

Europaweit findet man kaum noch eine Ordenskirche mit solch reicher mittelalterlichen Ausstattung.

Wenn das die alten Zisterzienser noch erlebt hätten – die bevorzugten bekanntlich eine einfachere Lebensweise und legten da keinen Wert auf Bauschmuck, kostbare Ausstattung oder wertvolles Kirchengerät..

Es waren die Landesherren, die in enger Verbindung mit der Kirche (oder gelegentlicher Übernahme deren Besitztümer – in „einseitigem Einverständnis“ musste da auch ´mal ein Abt eine Verzichtserklärung unterschreiben, der bekam aber eine jährliche Zahlung für dafür) den Laden aufpeppten um „zu zeigen, was man hatte“ – die nahegelegenen Küstenstädte waren ja einmal sehr, sehr reich..

Da gab es aber auch noch den, in einer kunstvollen Schnitzerei aus dem 13 Jh. an einem Chorgestühl zu findenden Laienbruder, der sich vom Teufel nicht in Versuchung führen ließ. Die lateinisch Inschrift in den Bögen übersetzt: „An mir wirst du nichts Böses finden, du widerliche Bestie geh von mir..“

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