Ne, ne – selbst für den Betrag in Fiorini wäre dem Typen nichts passiert (auch wenn man damals für viel weniger locker die Stadt Pisa kaufen konnte). Der Bildhauer u. Goldschmied hatte sogar zwei (!) Freibriefe des Papstes! Als Stellvertreter vom Stellvertreter sozusagen..

Auf einer, jährlich von über 4 Millionen Touris (auch ich war einer davon) überquerten, Brücke wird der 3-fach Mörder Benvenuto Cellini verehrt.

„Biancone“ (der große Weiße) soll den Meeresgott Neptun darstellen (auch wenn seine Gesichtszüge an ein Mitglied der Medici erinnern.) Und die wollte damit auch noch die Vorherrschaft ihrer Stadt über das Meer demonstrieren. Mit insgesamt 4 Papstposten waren die wohl nicht so recht zufrieden. Leo X, schon als 13 jähriger (!) zum Kardinal gewählt, hatte den Job immerhin schon mt 37 (1513) bekommen..

Dem „Raub der Sabinerinnen“ huldigt man in der Stadt ebenfalls. Unglaublich, Rom hatte einst zu wenige Frauen und weil benachbarte Völker Eheschliessungen verweigerten, da gab Romolus eine Party, lud die Sabiner mit ihren bekannt hübschen Frauen ein und dann nahm man sich eben was man so brauchte..

Herakles ein paar Rinder zu stehlen, das hätte Geryon (Cactus) lieber lassen sollen. Ähnlich, wie bei Pferdedieben gab es da nur eine Strafe. Die vollzog der Held der Antike natürlich gleich selbst.

Skandalfrei war Andrea di Cione, ein Maler und Architekt, der auch als Berater bei der Errichtung des örtlichen Doms zugezogen wurde.

Giovanni dalle Bande Nere (ein Medici) wiederum stand als Condottieri auf den Gehaltslisten mehrerer Päpste. So eine Art „Drecksarbeit“ war sein Geschäft.

Aber über Allem steht (nicht etwa der Mensch) der Gute Zweck, der seit Jahrtausenden Ungläubige zu Gläubigen machen soll – und wenn´s auch nur um den eigenen Kirchensteueranteil geht..

Dante Alighieri hat dann wenigstens gezeigt, wohin so manche Reise gehen kann. Sein Werk erinnert an „Lach doch wenn´s..“

Die Toscana (wieso denke ich gerade an die „Toscana Fraktion“ einer bestimmten Coleur, oft zu Gast in der Liebigstrasse (Farnkfurt/M) „beim Italiener“, damals in den 68ern – nicht weit vom Steinwerfer Prüfstand (Westend), aus der immer noch Spitzen unserer eigenen Ehrenwerten Gesellschft ihre Bezüge bekommen..)

Also in der Toskana, oder eigentlich am Rande und trotzdem Hauptstadt derselben, findet man eine zauberhafte Stadt, in der im Mittelalter das Leben so wie überall war – nur manchmal auch ein wenig (Blut)bunter.

Ein paar Fotos (ohne böse Kommentare, versprochen(!) mögen in meinem nächsten Beitrag zu einer Reise dorthin inspirieren☺️.

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