
Der Unkundige muss schon genauer hinsehen, um den Erdhügel als eine Art Bauwerk zu erkennen. Weil hier am Schweriner See oft Händler ihre in Wismar erworbenen Waren mit Schiffen nach Schwerin brachten und es damals (genau wie heute) eine Menge Bösewichte gab, da warr es eben notwendig geworden, die Kaufleute vor Plünderern zu schützen.



Diesen Schutz übernahm das schwedische Militär, die Gegemd war ja gerade (für ein paar Hundert Jahre) schwedisch besetzt. Der alte Stein erinnert an diese Zeit, in der man (neben dem Wallensteingraben) einen Schutzwall aufschüttete, Zelte (um ein par Holzhäuschen ergänzt) für 48 Soldaten und 2 Offiziere aufschlug und dann auf dem Handelsweg für Sicherheit sorgte.


Der „Wallensteingraben“ trägt seinen Namen übrigens zu Unrecht – der Kanalbau zwischen Schweriner See ud Wismar hatte schon 100 Jahre vor dem Dreißigjährigen Krieg seinen Anfang genommen. Leider ist nie so etwas richtiges dabei herausgekommen und ich kann daher mit dem Motorboot die Ostsee nicht erreichen (geübte Paddler haben es mit aus- und wiedereinsetzen ihres Kajaks schon geschafft).


Den Weg gibt es noch – ein Rastplatz hat den Militärposten abgelöst und begangen wird er heutzutage von Wanderschuhen anstelle „Knobelbechern“ (damals eher Latchet Shoes oder Ankle Boots).